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Fotos und Texte:
Stiftung Preußische Schlösser und Gärten
Berlin-Brandenburg

Marylgarten und Friedensgarten

Der Florahügel im Marlygarten mit
dem Vorhof der Friedenskirche
Blick aus dem Vorhof der Friedenskirche
in den Marlygarten

 

Eine Perle der Gartenkunst

Mit dem Marlygarten schuf P.J. Lenné 1846/47 auf dem Gelände des früheren Küchengartens Friedrich Wilhelms I. einen einzigartigen Landschaftsgarten. Anlass war der Bau der Friedenskirche 1845/48. Sie trennt und verknüpft zwei Bereiche von unterschiedlichem Charakter und Sinngehalt. Es entstand ein bewusster Kontrast von Altem und Neuem mit philosophisch-religiöser Symbolik.

Der östlich zur Stadt hin liegende ehemalige Hopfengarten wurde zum Friedensgarten umgestaltet. Anders als der mit Blumenbeeten, blühendem Strauchwerk und Statuen paradiesgleich angelegte Marlygarten bereitet er die von der Stadt kommende Gemeinde mit Ernst auf den Gottesdienst vor. Der Marlygarten mit seinen Wegen, Gehölzkulissen und der feingliedrigen Bodenmodellierung gliedert sich in einen auf den Kirchturm bezogenen und einen auf die Villa Illaire ausgerichteten Gartenraum mit Mosaikfontäne und Goldfischteich. Die 1849 aufgestellte "Weißblaue Glassäule" verweist auf die bayerische Herkunft der Königin. Der Marlygarten galt den Zeitgenossen als ein Muster landschaftlicher Gartenkunst und war das nie erreichte Vorbild der Villengarten-Kultur des 19. Jahrhunderts.